In der Taufe wird uns die heilig machende Gnade geschenkt, die uns befähigt, heilig zu werden.
Ferner werden wir zu Kindern Gottes, zu Brüdern und Schwestern Jesus Christi und zu Gliedern seiner Kirche.
Mit der Taufe werden wir von der Erbschuld, die ein Zustand der Gottferne ist, befreit. Wird jemand erst in späteren Jahren getauft, werden ihm alle Sünden vergeben.
Der Ritus öffnet uns die Augen, damit wir das Kind nicht nur als Kind dieser Eltern und dieser Großfamilie sehen, sondern als göttliches Kind, in dem Gott einen neuen Anfang setzt, in dem etwas Einmaliges und Einzigartiges in dieser Welt aufleuchtet.
Aber der Ritus wirkt mehr. Im Ritus berührt Jesus Christus selbst das Kind, gießt ihm sein göttliches Leben und seine bedingungslose Liebe ein.
Die Taufe zeigt uns, dass Gott über das Kind seine schützende Hand hält.
Was sagt das neue Testament über die Taufe?
Die Evangelien berichten von der Taufe Jesu durch Johannes den Täufer im Jordan (Mt 3, 13-17; Mk 1, 9-11; Lk 3, 21-22).
Im Gespräch mit Nikodemus sagt Jesus: "Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen" (Joh 3, 5).
Die Apostel tauften schon zu Lebzeiten Jesu viele Menschen (vgl. Joh 4, 1-2), nach seiner Auferstehung erhielten sie den Auftrag: "Geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes (...)" (Mt 28, 19).
Am Pfingsttag trat Petrus auf und sagte: "Kehrt um, und jeder lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung seiner Sünden, dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen" (Apg 2,38)